Universitรคt im Rathaus 02.11.26

Vom Aralsee nach Vorpommern: Warum wir Gesundheit gemeinsam denken mรผssen

Was passiert, wenn menschliche Eingriffe in die Natur ein ganzes ร–kosystem aus dem Gleichgewicht bringen? Und was lรคsst sich daraus fรผr Vorpommern lernen? Mit diesen Fragen erรถffnete Prof. Dr. Steffen FleรŸa am 2. November 2026 die diesjรคhrige Vortragsreihe โ€žUniversitรคt im Rathausโ€œ. Rund 60 Bรผrgerinnen und Bรผrger erfuhren, warum die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt untrennbar miteinander verbunden ist.

Vom Fischereihafen zum Schiffsfriedhof

Im ehemaligen Hafen von Moynaq in Zentralasien rosten heute Fischkutter im Sand. Wo einst das Wasser des Aralsees bis an die Hafenanlagen reichte, erstreckt sich eine trockene, salzhaltige Landschaft.

Der Aralsee war einmal der viertgrรถรŸte See der Erde. Durch die massive Umleitung seiner Zuflรผsse zur Bewรคsserung landwirtschaftlicher Flรคchen verlor er einen GroรŸteil seines Wassers. Mit dem See verschwand auch die Fischerei als Lebensgrundlage vieler Menschen. Zurรผck blieben zerstรถrte ร–kosysteme und ein trockengefallener Seegrund, von dem bis heute salz- und schadstoffbelasteter Staub aufgewirbelt wird. Die Folgen fรผr die Gesundheit der Bevรถlkerung sind erheblich.

Am Beispiel dieser Umweltkatastrophe zeigte Prof. Dr. Steffen FleรŸa, wie weitreichend die Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur sein kรถnnen. Was zunรคchst wie ein รถkologisches Problem erscheint, betrifft unmittelbar auch die Gesundheit der Menschen.

One Health als Forschungsschwerpunkt der Universitรคt Greifswald

Der Aralsee verdeutlicht damit einen zentralen Gedanken von One Health: Die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ist eng miteinander verbunden und lรคsst sich nicht unabhรคngig voneinander betrachten.

One Health gehรถrt zu den Forschungsschwerpunkten der Universitรคt Greifswald. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen erforschen hier gemeinsam mit regionalen Partnerinstitutionen die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Umwelt.

Doch wie gelangen diese Erkenntnisse aus der Wissenschaft dorthin, wo Entscheidungen getroffen werden?

Genau hier setzt die Initiative One-Health-Region Vorpommern an. Sie verfolgt das Ziel, den One-Health-Ansatz รผber die Forschung hinaus in der Region zu verankern und wissenschaftliche Erkenntnisse auch fรผr politische und wirtschaftliche Entscheidungen nutzbar zu machen.

In seinem Vortrag stellte Prof. FleรŸa die Vision einer One-Health-Region Vorpommern vor und zeigte auf, welche Mรถglichkeiten sich dafรผr durch die enge Zusammenarbeit der Forschungseinrichtungen mit regionalen Partnern erรถffnen.

โ€žUniversitรคt im Rathausโ€œ wird fortgesetzt

Mit seinem Vortrag erรถffnete Prof. FleรŸa die diesjรคhrige Reihe โ€žUniversitรคt im Rathausโ€œ. Rund 60 interessierte Bรผrgerinnen und Bรผrger nutzten die Gelegenheit, sich รผber den One-Health-Ansatz und seine Bedeutung fรผr Vorpommern zu informieren.

Am 30. November 2026 geht die Vortragsreihe weiter. Dann spricht Prof. Dr. Nils-Olaf Hรผbner zum Thema โ€žDer Mond ist ausgegangen โ€“ was Lichtverschmutzung mit Mensch und Natur machtโ€œ.

About us

The The One Health Region Vorpommernย brings together partners from academia, industry, and politics to empower people and communities to take control of their own lives and make a meaningful impact on improving human, animal, and environmental health (One Health).ย health of humans, animals, and the environment (One Health).ย zu verbessern.

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