Heilwälder als Schnittstelle zwischen One Health und Bioökonomie
Besuch der One-Health-Region Vorpommern an der IMC Krems University of Applied Sciences
Heilwälder demonstrieren auf besondere Weise, wie sich der One-Health-Gedanke und bioökonomische Ansätze gegenseitig ergänzen: Sie fördern die Gesundheit des Menschen, stärken ökologische Systeme und eröffnen zugleich nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven. Während eines Besuchs an der IMC Krems University of Applied Sciences hatten Vertreterinnen und Vertreter der One-Health-Region Vorpommern Gelegenheit, diese Verbindungen im Detail zu diskutieren.
Fachlicher Austausch in Krems
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, welchen Beitrag Heilwälder für die körperliche und psychische Gesundheit leisten können. Forschungsergebnisse zeigen, dass strukturreiche Waldlandschaften Stress reduzieren, die Regeneration unterstützen und positive Einflüsse auf verschiedene gesundheitsrelevante Parameter haben.
Die Diskussionen an der IMC Krems drehten sich daher sowohl um therapeutische Potenziale als auch um wissenschaftliche Grundlagen und Evaluationsmöglichkeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Einordnung von Heilwäldern in den Kontext der Bioökonomie. Dabei wurde erörtert, wie Wälder, die zugleich Erholungs-, Lern- und Gesundheitsräume darstellen, in nachhaltige Wertschöpfungsketten eingebunden werden können. Potenziale bestehen unter anderem im gesundheitsorientierten Tourismus, in der Umweltbildung, in innovativen Präventionsangeboten und in regionaler Entwicklung. Deutlich wurde, dass Heilwälder nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch Impulse für eine verantwortungsvolle wirtschaftliche Nutzung geben können.
Besuch des Heilwaldes Göttweig
Ein praktischer Einblick in diese Themen bot der Besuch des Heilwaldes Göttweig, Österreichs erstem zertifizierten Heilwald. Unter der fachkundigen Führung von Pater Maurus vom Stift Göttweig konnten die besonderen Strukturen und therapeutischen Elemente des Waldes unmittelbar erlebt werden.
Der Heilwald Göttweig steht exemplarisch für ein Konzept, das Gesundheitsförderung, Naturschutz und nachhaltige Nutzung in Einklang bringt.
Dank an die Gastgeberinnen und Gastgeber
Für die herzliche Aufnahme, die intensive fachliche Begleitung und den offenen Austausch bedanken wir uns bei:
Dr. h.c. Mag. Heinz Boyer, Mag. Dr. Udo Braendle, LL.M.(Com), Mag. Ulrike Prommer, Susanne Bauer,
Mag. DI Pater Maurus Kocher, M.B.A., Assoc. Prof. Dr. med. Andrea Zauner-Dungl,
Mag. Helmut Miernicki sowie Prof. emer. Dr. rer. nat. habil. Wolfgang Schütt.
Ihre Expertise und Gastfreundschaft haben den Besuch in Krems besonders wertvoll gemacht.
Ausblick
Der Austausch an der IMC Krems und die Eindrücke aus dem Heilwald Göttweig haben gezeigt, dass Heilwälder ein hohes Potenzial für Forschung, Prävention und nachhaltige Regionalentwicklung besitzen.
Für die One-Health-Region Vorpommern eröffnen sich dadurch neue Anknüpfungspunkte für Kooperationen – sowohl im Bereich der Gesundheitsförderung als auch im Rahmen bioökonomischer Entwicklungsstrategien.