Zwei Personen zeigen auf ein Plakat des Projekts BioDi-OH, das auf Plattdeutsch über die Bedeutung der Biodiversität informiert. Das Plakat ist an einem mit Blumen dekorierten Holzstand angebracht.

Biodiversität auf Platt: BioDi-OH bei der „Plappermoehl“

Eine gehäkelte Biene, ein plattdeutsches Plakat und viele Gelegenheiten zum Austausch: Am 20. Oktober stellte sich das Projekt BioDi-OH im Rahmen der Aufzeichnung der NDR-Traditionssendung „Plappermoehl“ an der Universität Greifswald vor.

Wie lässt sich mit Menschen aus der Region über Biodiversität, Insekten und die Bedeutung naturnaher Lebensräume ins Gespräch kommen? BioDi-OH setzte dafür auf eine ungewöhnliche Kombination: eine große gehäkelte Biene, eine Riesenblume und ein Projektplakat auf Plattdeutsch.

Anlässlich der Aufzeichnung der „Plappermoehl“ an der Universität Greifswald präsentierte sich das Projekt an einem Informationsstand und nutzte die Gelegenheit, interessierten Besucherinnen und Besuchern seine Ziele näherzubringen. Die seit 1983 ausgestrahlte NDR-Sendung gehört zu den bekanntesten plattdeutschen Formaten in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Plakat, das Türen öffnet

Ein besonderer Blickfang war das Projektplakat, das Prof. Birte Arendt vom Kompetenzzentrum Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald ins Plattdeutsche übersetzt hatte.

Unter dem Motto „Bläugen Välfolt, heilsåm Taukunft – Woans mihr Välfolt nich bloots de Immen, man ok uns gaut daun deit“ – „Blühende Vielfalt, gesunde Zukunft – Wie mehr Vielfalt den Bienen und uns guttut“ – machte das Plakat neugierig und bot einen unkomplizierten Einstieg in Gespräche.

Zusammen mit der gehäkelten Biene und einer Riesenblume, an der sich „Pollen“ und „Nektar“ entdecken ließen, wurde der Stand zu einem farbenfrohen Anlaufpunkt. Schnell zeigte sich: Ein ungewöhnlicher Blickfang und ein Bezug zur eigenen Region können helfen, auch komplexe wissenschaftliche Themen zugänglich zu machen.

Von der Blühfläche zum Naturerlebnis

Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Projekt BioDi-OH und sein Vorhaben, eine landwirtschaftliche Fläche zwischen der Klosterruine und dem Strandbad Eldena zu einem vielfältigen Naturraum zu entwickeln.

Dort sollen unterschiedliche Möglichkeiten entstehen, Natur unmittelbar zu erleben und sich aktiv mit ihr auseinanderzusetzen – von Führungen über Citizen-Science-Angebote bis hin zur Erholung mit allen Sinnen.

Dabei geht es um mehr als den Schutz von Insekten: Das Projekt möchte auch vermitteln, wie eng die biologische Vielfalt mit unserem eigenen Wohlbefinden verbunden ist und welchen Wert naturnahe Lebensräume für Mensch und Umwelt haben.

Die Begegnung bei der „Plappermoehl“ hat gezeigt, dass es manchmal schon eines ungewöhnlichen Plakats bedarf, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Und auch wenn das BioDi-OH-Team selbst kein Plattdeutsch spricht, war die Botschaft doch verständlich: Mehr blühende Vielfalt tut den Insekten gut – und uns Menschen ebenso.

Über uns

Die One-Health-Region Vorpommern vereint Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel, eine selbstbestimmte und selbstwirksame Gesellschaft zu stärken, die sich dafür einsetzt, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health) zu verbessern.

Projekte der One Health-Region Vorpommern

Zwei Personen zeigen auf ein Plakat des Projekts BioDi-OH, das auf Plattdeutsch über die Bedeutung der Biodiversität informiert. Das Plakat ist an einem mit Blumen dekorierten Holzstand angebracht.
Prof. Birte Arendt vom Kompetenzzentrum Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald übersetzte das Projektplakat von BioDi-OH ins Plattdeutsche.