Vier Personen stehen vor drei neu aufgebauten Informationstafeln eines Bienen-Lehrpfads am Waldrand. Zwei halten Spaten, zwei befestigen die Tafeln. Die Schilder informieren über Honigbienen, ihre Leistungen für Mensch und Natur sowie besondere Eigenschaften von Bienen. Werkzeug und Baumaterial liegen auf dem Boden – die Tafeln wurden gerade aufgebaut.

Wissen am Wegesrand: Die ersten Informationstafeln stehen

Entlang des Feldrandes vermitteln Informationstafeln wissenschaftlich fundiertes Wissen über Biodiversität und laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Zusammenhänge zwischen Natur, Landwirtschaft und Gesundheit besser zu verstehen.

Die Tafeln greifen Themen auf, die auf den ersten Blick oft verborgen bleiben: Welche Wildbienenarten leben in unserer Region? Warum sind Bestäuber für stabile Ökosysteme unverzichtbar? Welche Bedeutung hat Biodiversität für die Landwirtschaft und letztlich auch für unsere Ernährung? Die Antworten darauf zeigen, dass biologische Vielfalt weit mehr ist als Naturschutz – sie bildet eine wesentliche Grundlage für funktionierende Ökosysteme und damit für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.

Die Informationstafeln ergänzen den Bienenblühpfad, der Besucherinnen und Besucher mitten durch die Blühfläche führt. Während dort die Natur unmittelbar erlebt werden kann, liefern die Informationstafeln Hintergrundwissen und machen die wissenschaftlichen Fragestellungen des Projekts verständlich. Beide Elemente verfolgen ein gemeinsames Ziel: Biodiversität nicht nur sichtbar, sondern auch verständlich zu machen.

Die Informationstafeln sind Teil des Projekts BioDi-OH, das die Universität Greifswald gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bauernverband Ostvorpommern und der Greifswald Agrarinitiative e. V. umsetzt. Die Blühfläche dient dabei nicht nur als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern auch als Ort der Forschung, des Austauschs und der Umweltbildung.

Das Angebot auf der Blühfläche wird in den kommenden Monaten kontinuierlich erweitert. Weitere Stationen werden zusätzliche Aspekte der Biodiversitätsforschung aufgreifen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse allgemeinverständlich vermitteln. So entsteht Schritt für Schritt ein Ort im Freien, der Forschung unmittelbar in die Region bringt.

Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die beim Aufbau der ersten Informationstafeln unterstützt haben. Ihr Engagement trägt dazu bei, dass aus der BioDi-OH-Blühfläche ein Ort wird, an dem Wissenschaft, Naturschutz und gesellschaftliche Teilhabe zusammenkommen.

Sie haben Ideen für weitere Themen oder möchten den Lehrpfad mitgestalten? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht an biodi-oh@uni-greifswald.de

 

Fotos © Dr. Jana Brendecke

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