5. Kommunalen Gesundheitskonferenz Vorpommern-Greifswald
Anklam, 30. Juli 2025 – Unter dem Motto „Gesundheitsförderung vor Ort“ kamen rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Gesundheitswesen, Kommunalpolitik, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur 5. Kommunalen Gesundheitskonferenz des Landkreises Vorpommern-Greifswald im Lilienthal-Gymnasium Anklam zusammen. Mit dabei: die One-Health-Region Vorpommern, die sich mit einem eigenen Stand am Markt der Möglichkeiten sowie aktiv in der Moderation der Murmelgruppen beteiligte.
One Health sichtbar und dialogorientiert
Der Stand der One-Health-Region Vorpommern stieß auf großes Interesse. In zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, wie relevant ein integrierter Blick auf die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt gerade auf kommunaler Ebene ist. Anhand anschaulicher Materialien, interaktiver Elemente und praxisnaher Beispiele konnten Besucherinnen und Besucher erfahren, wie One Health als handlungsleitendes Konzept zur Stärkung kommunaler Gesundheitsförderung beitragen kann.
Besonderes Augenmerk lag auf der Frage: Wie lassen sich Gesundheitsförderung, Prävention und Nachhaltigkeit vor Ort wirksam miteinander verbinden? Die Rückmeldungen zeigten, dass One Health zunehmend als Brücke zwischen bestehenden Akteursstrukturen wahrgenommen wird – über Sektorengrenzen hinweg.
Aktive Mitgestaltung: Murmelgruppen zur Gesundheitsförderung vor Ort
Neben der Präsenz am Stand brachten sich Vertreterinnen der One-Health-Region Vorpommern auch aktiv in das Konferenzprogramm ein. Lena Schmeyers und Susan Thomschke (beide Universität Greifswald, Forschungsprojekt RegioTransform OH) unterstützten die Moderation der sogenannten Murmelgruppen. In diesen interaktiven Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden in mehreren Runden konkrete Fragestellungen zur kommunalen Gesundheitsförderung.
Im Fokus standen unter anderem:
Bedarfe und Ressourcen in den Kommunen
Erfolgsfaktoren für gelingende Präventionsprojekte
Möglichkeiten der Vernetzung und Kooperation vor Ort
Die Ergebnisse machten deutlich: Gesundheitsförderung gelingt dann besonders nachhaltig, wenn sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt wird und wenn unterschiedliche Perspektiven – aus Verwaltung, Praxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – systematisch zusammengeführt werden.

Impulse, Vernetzung und ein starkes Signal
Die Konferenz bot ein vielfältiges Programm: von der Vorstellung der neuen Strategie zur kommunalen Gesundheitsförderung des Landkreises über ein kommunales Best-Practice-Beispiel bis hin zu offenen Diskussionsformaten. In seinem Grußwort betonte Landrat Michael Sack die Bedeutung einer wohnortnahen, bedarfsgerechten Gesundheitsförderung und die Notwendigkeit eines engen Schulterschlusses aller relevanten Akteurinnen und Akteure.
Ein besonderer Meilenstein war die Unterzeichnung der Urkunde zur Aufnahme des Landkreises Vorpommern-Greifswald in den Partnerschaftsprozess „Gesundheitliche Chancengleichheit“ gemeinsam mit Charlotte Hinrichs, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Mecklenburg-Vorpommern e. V. Damit setzt der Landkreis ein klares Zeichen für mehr Chancengerechtigkeit im Zugang zu Gesundheitsangeboten.
One Health als Zukunftsperspektive für Kommunen
Für die One-Health-Region Vorpommern hat die 5. Kommunale Gesundheitskonferenz eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an vernetzten, ganzheitlichen Lösungsansätzen ist. Die Verbindung von kommunaler Praxis, strategischer Planung und wissenschaftlicher Begleitung bietet großes Potenzial, Gesundheitsförderung langfristig wirksam und resilient zu gestalten.
Wir danken dem Landkreis Vorpommern-Greifswald – insbesondere Regina Bolle und dem Organisationsteam – für die Einladung, die hervorragende Organisation und den offenen, konstruktiven Austausch. Die Impulse aus Anklam nehmen wir mit in unsere weitere Arbeit für eine gesunde, nachhaltige und lebenswerte Region Vorpommern.